WIRTUELLE KOMMUNIKATION, ERSTE PHASE

wirtuell watzlawick

MAN KANN NICHT NICHT KOMMUNIZIEREN. (Paul Watzlawick)

Unser Projekt ist eine Reise. Heute war Koffer packen angesagt.

Nachdem wir uns in den letzten Veranstaltungen für ein Reiseziel entschieden haben, also unsere Projektdefinition vornahmen, und unsere Reise in Form von der Bestätigung unserer Professoren gebucht haben, konnten wir nun den Koffer reisezielspezifisch packen.

Nach dem bekannten Spruch „viele Wege führen nach Rom“ führen auch viele Wege zu einem erfolgreichen Projektabschluss. Im Gegensatz zum vorherigen Semester sind wir für den Erfolg dieses Projekts nun nicht alleine, sondern als Team verantwortlich. Da gilt es nicht nur die fachlich projektspezifischen Themen zu behandeln, sondern vielmehr die zwischenmenschlichen Aspekte in den Vordergrund zu stellen. Neben konzipieren und designen gilt es nun, Termine zu koordinieren, in Diskurs zu treten und die abzubildende Gemeinschaft im Projekt auch im Realen zu erleben.

Heute kam es zu genau diesem Diskurs. Thema war das Finden von Definitionen für die spezifische Umsetzung der festgelegten Themen in den einzelnen Teams und anschließend im großen Plenum. An dieser Stelle möchte ich über die Kommunikation im Wirtuell sprechen. Wie kommunizieren wir als Reisegruppe auf dieser Projektreise im Wirtuell?

Die Wirtuelle Kommunikation ist eine digitale Kommunikation. Schaut man dazu einfach mal bei Wikipedia rein, wird digitale Kommunikation als „Kommunikation, die mit Hilfe digitaler Medien stattfindet, z. B. über das Internet“, beschrieben.

→ https://de.wikipedia.org/wiki/Digitale_Kommunikation

Doch was ist eigentlich Kommunikation? Und wie wird sie Wirtuell?

Gut in Latein aufgepasst weiß man, dass das Wort Kommunikation von dem lateinischen „communicatio“ abstammt, welches wiederum den Wortstamm „communis“, gemeinsam, entstammt. Auch communicare, teilen bzw. mitteilen, gehört in diese Wortfamilie. Aus kommunikationswissenschaftlicher Sicht, hier ist an erster Stelle Paul Watzlawick mit seinen fünf Axiomen der Kommunikationstheorie zu nennen, können wir gar nicht nicht kommunizieren.

→ https://www.paulwatzlawick.de/axiome.html

Dieses erste Axiom lässt sich wunderbar auf unsere Wirtuelle Welt übertragen. Sobald wir uns in unser digitales Klassenzimmer einwählen, kommunizieren wir. Selbst mit ausgeschaltetem Mikrofon können wir mitteilen, ob wir an- oder abwesend sind, indem wir uns z. B. auf Pause schalten oder den digitalen Raum verlassen. Die nonverbale Kommunikation ist in den Vorlesungen omnipräsent. Durch die eingeschaltete Webcam kann man prima ein Kommunikationsverhältnis zueinander aufbauen. Da gibt es ein Thumbs-Up für eine gute Idee, ein Nicken oder Kopfschütteln oder der müde Blick, wenn man nicht mehr mitkommt.

Das ist eine ganz andere Kommunikationsform als in klassischen Vorlesungssälen. Der Frontalunterricht erlaubt kaum Austausch zwischen den Studenten, alle haben den Blick nach vorne oder maximal beim Nebensitzer. In der Wirtualität sitzen wir in einem gefühlten Stuhlkreis, man sieht sich und kommuniziert verbal oder nonverbal. Wir sind zwar durch die Entfernung getrennt, aber gleichzeitig durch das Internet verbunden.

So funktioniert die Kommunikation in der Wirtualität. Die physische Präsenz wird überbrückt und der zu befürchtende Verlust der sinnlichen Wahrnehmung durch Webcam und Mikrofon aufgehoben. Man kann nur nonverbale Zeichen senden, eine Frage im Chatfenster stellen oder die ganz mutigen schalten einfach ihr Mikrofon ein und kommunizieren wie im Realen – nur eben Wirtuell.

— Jaqueline

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